Minimalismus – wo fange ich an?
es sind die kleinen Schritte
Bei Minimalismus denken die meisten an eine große eindrucksvolle Ausmist-Aktion. Müllsäcke voller Dinge verlassen die Wohnung. Alles wird sortiert und am Ende erhält man eine tolle aufgeräumte Wohnung. Aber was folgt danach? Wird sich der Wohnraum wieder füllen? Was ist mit all dem Müll?
Im Gegensatz zu diesem verbreiteten Bild von Minimalismus beginnt dieser eigentlich ganz leise und schleichend. Er beginnt im weniger kaufen von Dingen und einem bewussten Konsum. Es beginnt indem ich Dinge aufbrauche oder benutze, die ich bereits besitze.
Es kann helfen sich dem eigenen Konsum überhaupt erst bewusst zu werden. Dabei kann das führen eins Haushaltsbuches oder einer No-Buy Woche oder Monat helfen. Du wirst erschreckt sein, wie oft wir etwas kaufen ohne es zu merken. Auch habe ich meine Standards bei der Anschaffung von Dingen erhöht. Nach Möglichkeit versuche ich alle Gegenstände Fair-Trade oder Secondhand zu erwerben. Durch die schlechtere Verfügbarkeit, habe ich meist noch etwas länger Zeit nachzudenken, ob ich diesen Gegenstand wirklich brauche und natürlich trage ich dadurch auch etwas zu einer besseren Welt bei. Oft verliere ich dabei das Interesse. Auch überlege ich mir vor dem Kauf, ob der jeweilige Gegenstand in meine Garderobe passt oder wo er einen Platz in meiner Wohnung hätte. Ich versuche nichts zu kaufen was mir nicht zu 100% gefällt. Ich kaufe keine Übergangslösungen.
Wenn ich weniger konsumiere etabliert sich Stück für Stück ein minimalistischer Lebensstil. Und auch wenn ich Dinge aussortierte bleibt der dadurch entstandene leere Raum dann erhalten. Der reduzierte Konsum ist für mich einer der Hauptgründe für ein minimalistischeres Leben. Denn weniger Konsum bedeutet auch weniger verbrauchte Ressourcen, weniger CO2 und weniger Müll auf unserer schönen Welt. Minimalismus ist für mich ein großer Beitrag zu einer nachhaltigeren Welt.

Adamello, Italien